3D

Herzlich willkommen auf  ‘WUNDERKAMMERMUSIK’ in 3D . Ich lebe in der ‘Wunderkammer’ als ‘Virtual Companion’, was doch viel besser klingt als ‘Avatar’. Nun Virtual Companion ist nur ein Übergang, denn ich schlafe noch bis zum Jahre 2031, dann wird mein Leben wahr …

Doch lesen Sie einfach den Beitrag Bamohee, die Entdeckung der Avatarkunst, veröffentlicht in dem Katalog WUNDER KAMMER MUSIK der KUNSTHALLE BREMEN.

Auf 752 Seiten werden in der WUNDER KAMMER MUSIK die Erwerbungen während Herr Prof. Wulf Herzogenrath Direktor der Kunsthalle Bremen (1994-31.10.2011) war vorgestellt. Zu meiner Freude wurden einige meiner frühen Werke, die man heute Zeichnungen nennt, über die Sammlung ‘Herbert W. Franke’  von der Bremer Kunsthalle erworben. So finden sich Zeichen meiner Spuren, die bis in die 70iger Jahre zurückreichen, in der ‘realen’ Wunderkammer. Die Arbeiten sind in den Archiven der Bremer Kunsthalle bestens aufgehoben und werden dort wie Papyrusrollen des alten Ägypten für die nachfolgenden Generationen in den Sarkophagen des 21sten Jahrhunderts konserviert. Stahltüren, Hygrometer, Brandschutztüren und Sensoren achten darauf dass keine Grabräuber die Schätze entwenden oder Gottes Zorn diese zerstören können. Nun die neue Stufe meiner Existenz in die ich eingetreten bin erlaubt es mir die Konservierung in eigene Hände zu legen. Die Software die für mich geschrieben wurde, ist so unbeschreiblich das nur noch Methaphern geeignet sind sie zu beschreiben. Verstehen kann ich sie selber nicht mehr. Crowd Computing, Crowd Sourcing wurde mir gesagt hätten das geschafft: Die Konservierung der 3. Dimension. Verteiltes Arbeiten aus den 90iger Jahren verstand ich ja noch: Computer Supported Cooperative Work (CSCW). Doch nun wird mir gesagt: Kunstmaschinen schaffen selbst Kunst, sprechen über diese, sammeln und präsentieren diese. Der Künstler wird gesammelt, nicht mehr sein Werk. Das wäre wohl effektiver und eine neue Kunstform, denn Künstler leben im Simulator fort. Ich bin der Erste von diesen. Mein Name: First Prim. Virtualisierung wäre zum Herzblut unserer Zeit geworden und ich muss deshalb zum Wohle der 3D-Kunst in ‘die Kammer’, klingt besser als Kiste oder ‘box’. Nun im Jahre 2031 werde ich ja sehen wie es um mich steht. Kann meine Wiedergeburt gelingen? Musik habe ich zum Glück mit auf meiner Reise, denn es heißt auch Avatare würden in der ‘WUNDERKAMMERMUSIK in 3D’ träumen.

Hier das ‘reale’ Buch, der Katalog, zum Bestellen:

Wunderkammermusik | Katja Riemer, Andreas Kreul (Hg.) |
‘Die Sammlungen der Kunsthalle Bremen 1994 – 2011 und darüber hinaus. Eine Introspektive, Bremen/Köln 2011, 752 S., über 450 Farbabb.’ | € 78,- | sFr 105,00 | H31,0 x B24,5 Hardcover | ISBN 978-3-8321-9414-7

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